Der folgende Artikel behandelt grundlegende Konzepte im Zusammenhang mit dem Einsatz von Technologien der Präzisionslandwirtschaft und konzentriert sich auf die Planung von Feldarbeiten, den Einsatz automatischer Lenksysteme und Datenformate, die mit verschiedenen landwirtschaftlichen Maschinen kompatibel sind.
Spurpläne
Bei Ausrüstung auf Maschinen mit einem automatischen Lenksystem ist es möglich, einen detaillierten und präzisen Plan zu erstellen, der eine optimale Nutzung von Boden und Ressourcen gewährleistet.

AB-Linien und adaptive Kurven
AB-Linien sind vordefinierte Wege, die mithilfe automatischer Lenktechnologie erstellt werden. Sie stellen sicher, dass sich Maschinen in geraden und präzisen Linien über das Feld bewegen.
Bei älteren Maschinen, die keine Linienplanung unterstützen, müssen AB-Linien verwendet werden, um sicherzustellen, dass Aussaat und Spritzung in geraden und gleichmäßigen Linien erfolgen, was die Abdeckung optimiert und die Überlappung reduziert. AB-Linien können außerhalb der Maschine erstellt werden, die meisten werden jedoch in der Maschine erstellt. Die Maschine verwendet die AB-Linie zusammen mit Informationen des Fahrers (Spurabstand), um direkt auf dem Monitor einen Plan für die Maschine zu erstellen
Feldgrenzen
Die Grenze (der Perimeter) des Feldes ist entscheidend, da sie als Referenz für die Erstellung aller Pläne (Aussaat, Spritzung und Ernte) dient.
Die Qualität der Grenzvermessung bestimmt die Gesamtqualität des Plans. Daher kann kein hochpräziser Plan im Feld erwartet werden, wenn die Grenze nicht genau ist.
Die Grenzvermessung erfolgt durch das Abfahren des Perimeters und das Aufzeichnen des Weges mit einem GPS-Gerät. Diese Methode wird aufgrund ihrer Präzision dringend empfohlen.
Auch die Aufzeichnung von Innengrenzen (z. B. Hindernisse wie Bäume) ist wesentlich, um sicherzustellen, dass diese bei der Erstellung des Plans berücksichtigt werden.

Lenksysteme
Das automatische Lenksystem in der Landwirtschaft ist ein Mechanismus, der an der Lenkung der Maschine angebracht wird und es ermöglicht, deren Steuerung automatisch durchzuführen. Dafür muss die Maschine über ein GPS verfügen, um ihren Standort zu bestimmen und den zu befahrenden Weg anzugeben.
Dies ermöglicht die Automatisierung von Maschinen, erfordert minimales Eingreifen des Fahrers und gewährleistet präzise Arbeit. Das automatische Lenksystem ist Teil der Präzisionslandwirtschaft und unerlässlich für die Steigerung der Bodenproduktivität.
Diese Systeme können auf verschiedenen Maschinen installiert werden, darunter Traktoren, Spritzen und Mähdrescher.
Wie funktioniert es und wozu dient es?
Automatische Lenksysteme in der Landwirtschaft erfüllen mehrere Zwecke, zwei davon sind jedoch die wichtigsten:
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Sie machen Feldarbeiten effizienter und ermöglichen einen Abschluss in kürzerer Zeit.
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Sie senken die Produktionskosten.
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Höhere Produktivität
Der Fahrer verwendet Software, um den Weg zu erstellen, dem der Traktor, Mähdrescher, die Spritze oder eine andere Maschine folgen soll. Über eine Antenne empfängt die landwirtschaftliche Maschine das GPS-Satellitensignal und die Koordinaten, um ihre zugewiesenen Aufgaben präzise auszuführen.
Wenn die Aufgabe automatisiert ist, greift der Fahrer nur dann ein, wenn es unbedingt notwendig ist.
Alle Phasen des Produktionszyklus eignen sich für den Einsatz automatischer Lenksysteme, darunter:
- Bodenbearbeitung
- Aussaat
- Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln
- Ernte
Wichtige Marken für automatische Lenkung und ihre Formate
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John Deere
John Deere-Monitore können nur Dateien mit einer bestimmten Konfiguration lesen. Launch Pad kann in diesem Format exportieren.

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Trimble
Je nach Monitormodell erfolgt der Export im Format AgGps oder AgData.

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CNH CN1
Das von CASE New Holland-Systemen verwendete Format.

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ISO XML
Verschiedene Monitore akzeptieren dieses Dateiformat.

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Generisches Shapefile
Das Shapefile-Format wird von verschiedenen geospatialen und vektorbasierten Datenbanken in Geoinformationssystemen (GIS) verwendet. Es gilt als nahezu universelles Format. Anders als die meisten Dateiformate besteht das Shapefile aus einer Sammlung von Dateien mit demselben Namen, aber unterschiedlichen Erweiterungen, die im selben Verzeichnis gespeichert sind.
Von diesen Dateien sind drei für die ordnungsgemäße Funktion des Shapefiles zwingend erforderlich:
- .shp: Dies ist das eigentliche Shapefile. Wird es jedoch separat verteilt, kann es die gespeicherten Daten nicht anzeigen. Es muss zusammen mit zwei weiteren Dateien verteilt werden.
- .shx: Eine Indexdatei, die die Geometriemerkmale enthält.
- .dbf: Eine Datenbankdatei, die die Attribute der Features enthält.
Jede Information in diesen Dateien entspricht sequenziell den anderen (z. B. entspricht der erste Datensatz in der .shp-Datei dem ersten Datensatz in der .shx- und der .dbf-Datei und so weiter).
Zusätzlich zu diesen drei zwingend erforderlichen Dateien kann ein Shapefile optionale Dateien enthalten, die nicht erforderlich sind, aber bei Bedarf automatisch von Geoverarbeitungssoftware erzeugt werden können. Beispiele sind:
- .prj: Informationen zum Koordinatensystem und zur Projektion in einem Well-Known-Text-Format (WKT).
- .idx: Indexdatei, die in den Formaten AutoCAD und ESRI verwendet wird.
- .sbn und .sbx: Räumliche Indizes.
- .shp.xml: Geospatiale Metadaten im XML-Format.
- .cpg: Codepage-Datei.
